1. Forum Veranstaltungswirtschaft
Die Tagung (Moderation Peter Blach, stagereport) stellte eine echte Innovation in der Veranstaltungtechnikbranche dar, denn erstmalig wurde das Konzept einer interdisziplinären Arbeit konsequent umgesetzt. Anerkannte Experten aus veranstaltungsnahen aber auch gänzlich neuen Themenwelten ermöglichten einen Einblick in deren Sicht- und Arbeitsweisen bzw. konnten Denkanstöße geben. Unter dieser Prämisse ist das Forum als Dialogveranstaltung angelegt worden – es sollten keine fertigen Lösungen oder Konzepte (die es im übrigen in einem hoch spezialisierten und individualisierten Markt kaum geben kann) angepriesen werden.

Als überraschender Einstieg für die Teilnehmer startete der Kongress mit einem Kurzfilm, der extra für die Veranstaltung von der HAW und der Schauspielschule Hamburg nach einer Idee von Christian Buschhof, Harald Scherer und Sven Kubin produziert worden ist. Dieser Einspieler zeigte die ganz normale Eventrealität, in der eine Kleinigkeit zusammen mit anderen Faktoren zu einer Beinahekatastrophe führen kann.
Prof. Dr. Wolf Dombrowsky ermöglichte den Teilnehmern sodann in einem empathischen Vortrag zu reflektieren und ihre eigene Position zu bestimmen, wobei er zahlreiche Bezüge zur überspitzten Darstellung im Einspielfilm herstellte, diesen aber immer wieder in die Realität übertrug. Als Soziologe und Katastrophenforscher beschrieb er eindrucksvoll, was in Extremsituationen abläuft und von welchen Faktoren die Beteiligten geleitet werden. Er regte aus seiner Sicht zu einigen kreativen Verbesserungen an, die aufgegriffen werden sollten, damit „die Opfer von Duisburg nicht umsonst gestorben sind“.
Ursus Fuhrmann als Staatsrechtler und ehemaliger Mitarbeiter des Deutschen Städtetags präsentierte den in der Mehrzahl in juristischen Fragen eher unbelasteten Teilnehmern eine umfangreiche Navigation in der Vielzahl der juristischen Felder, in denen sich die Eventbranche – oft unzureichend informiert – bewegt. Mit acht Forderungen unterstrich er, dass der Ruf nach neuen Gesetzen oder Regelungen bzw. der Übernahme ausländischer Handlungsweisen unbegründet ist und postulierte, dass die bestehenden Werke nur konsequent angewandt werden wollen.
In den nachfolgenden sechs Workshopstreams hatten die Teilnehmer Gelegenheit, sich zu informieren und aktiv mitzudiskutieren. Neben klassischen Themen, wie „Sonderrecht im Sonderrecht“ (Hartmut Starke) oder den Anforderungen von Sicherheitskonzepten in der Praxis (Prof. Siegfried Paul i.V. für Andreas Zotz) waren völlig neue Gebiete vom Veranstalter gesetzt: Dr. Hubert Klüpfel informierte über die Möglichkeiten und Grenzen von Simulationen von Besucherströmen bzw. versuchte, sich dem Begriff „Panik“ kritisch zu nähern. Dr. Jörg Schmidt erläuterte aus der Sicht der Berufsfeuerwehr, wie kommunale Gefahrenabwehr organisiert ist bzw. sein sollte, Prof. Dr. Heinz-Willy Brenig (FH Köln und Arbeitsgruppe Veranstaltungssicherheit) fragte aus dem Blickwinkel des Risikoanalytikers „was können, was wollen wir verantworten?“. Susanne Starke berichtete aus Sicht der Psychologie, wie der Faktor Mensch in kritischen Situationen zu bewerten ist bzw. welche Auswirkungen das für die Arbeit in Leitungsfunktionen haben kann.
Die Teilnehmer zeigten sich durchweg überzeugt von dem Konzept der Veranstaltung und ihren Inhalten, wobei Vorschläge gerne vom Organisationsteam entgegen genommen wurden. Getreu dem Motto „das Bessere ist des Guten Feind“ wird im kommenden Jahr erneut zum Forum Veranstaltungswirtschaft geladen, was von den Gesellschaftern der DPVT im Anschluss an den Kongress bekräftigt wurde. Zur Nachbereitung wird allen Teilnehmern in den nächsten Wochen ein Tagungsband zugesandt. Eine Rückschau auf diesen Kongress, der die Reaktion der DPVT bzw. der sie tragenden Gesellschafter (die Verbände DTHG, VPLT, EVVC und FAMAB) auf den Paradigmenwechsel in der Besuchersicherheit markiert, wird auf www.forum-veranstaltungswirtschaft.de online bleiben. Dort informiert der Veranstalter auch über die nächste Auflage des Forums im kommenden Jahr.
Inhaltliche Rückfragen:
DPVT Deutsche Prüfstelle für Veranstaltungstechnik GmbH
T +49(0)4121-261 34 25 . F +49(0)4121-29 16 01
Duisburg 2010 - Lektion gelernt?
Nach den Schadensfällen der diesjährigen Festivalsaison und den Nachwirkungen der Loveparade ist die Veranstaltungsbranche immer noch in Aufruhr - sind unsere Veranstaltungen wirklich unsicher? Sind unsere Regelungen tatsächlich lückenhaft und die Behörden völlig überfordert? Welche Maßnahmen können konkret ergriffen und welche Werkzeuge können geschärft werden?
Diesen Fragestellungen geht das diesjährige Forum Veranstaltungswirtschaft nach – das Organisationsteam der Deutschen Prüfstelle für Veranstaltungstechnik DPVT konnte einige hochkarätige Referenten für die Veranstaltung gewinnen:
Prof. Dr. Wolf R. Dombrowsky „Duisburg und die Folgen – Lektion gelernt?“ Mehr...lesen
Bühnen und Traversenkonstruktionen in Gebäuden sind keine Fliegenden Bauten
| | "Der Arbeitskreis stellt fest, dass ortsveränderliche veranstaltungstechnische Einrichtungen wie Bühnen- und Traversenkonstruktionen bei Errichtung innerhalb von Gebäuden keine Fliegenden Bauten sind und somit keiner Ausführungsgenehmigung bedürfen.“ | ||||
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| | Mit diesem Beschluss, den der Arbeitskreis Fliegende Bauten (AKFlB) der Fachkommission Bauaufsicht auf seiner 73. Sitzung im November 2010 fasste, und der nun zur Veröffentlichung freigegeben wurde, steht nun Folgendes fest: Für eine Bühne oder eine bodengestützte Traversenkonstruktion in einer Veranstaltungs-/Messehalle ist kein "Baubuch" (Prüfbuch) notwendig. Gleiches gilt, wenn diese Konstruktion im Freien ein ausführungsgenehmigter Fliegender Bau ist. Weiterhin notwendig ist jedoch der Nachweis der Standsicherheit und Tragfähigkeit gemäß BGV C1 / GUVV C1. Diese Regelung dürfte in der Branche auf Erleichterung stoßen, da die Forderung nach entsprechenden Prüfbüchern und die hiermit verbundenen Verwaltungsakte sowohl für Veranstalter als auch für die beauftragten Unternehmen eine unbillige Härte ohne rechtliche Grundlagen dargestellt hatten. Die Interessengemeinschaft Veranstaltungswirtschaft (igvw) ist seit 2008 ständiger Gast im AKFlB, vertreten durch den Matthias Moeller (auch DTHG-Vorstandsbeauftragter für Rigging und Fliegende Bauten). | ||||
Forum Veranstaltungswirtschaft DPVT 2011: ein Paradigmenwechsel in der Eventbranche?
Kongressort: Europäische Medien- und Eventakademie, Baden-Baden, Mittwoch 02.11.2011
Ein Jahr nach dem Großschadensereignis bei der Loveparade ist die Veranstaltungsbranche immer noch in Aufruhr – die im Sommer 2010 prognostizierte „Kultur der Angst“ hat die Genehmigungsbehörden und die Veranstalter immer noch im Grif: Veranstaltungen werden mit überzogenen Auflagen belegt bzw. Organisatoren verabschieden sich von den bisherigen Konzepten. Berichte über Beinaheunfälle haben einen hohen Nachrichtenwert, politisch und juristisch geprägte öffentliche Äußerungen fordern Aufklärung bzw. Besserung.
Sind unsere Veranstaltungen wirklich unsicher oder ist im Ausland alles viel besser, wie wir von Einzelmeinungen belehrt werden? Sind unsere Regelungen tatsächlich lückenhaft und die Behörden völlig überfordert? Welche Maßnahmen können konkret ergriffen und welche Werkzeuge können geschärft werden?
Diesen Fragestellungen geht das diesjährige Forum Veranstaltungswirtschaft nach – das von der Deutschen Prüfstelle für Veranstaltungstechnik DPVT GmbH organisierte Zusammentreffen wird in einem besonderen Rahmen mit angesehenen Referenten und Praktikern stattfnden. Die kritische Auseinandersetzung mit dem Thema Besuchersicherheit setzt neue Impulse in der Branche – es wird höchste Zeit, das Spielfeld selbst zu besetzen und in einem ureigenen Segment der Veranstaltungsbranche ohne Denkverbote Sachverhalte zu diskutieren. Nur so kann zukunftsgerichtet agiert werden, um weiterhin sichere und ökonomisch vertretbare Veranstaltungen durchzuführen.
Der Paradigmenwechsel ist nicht mehr aufzuhalten – die Frage nach sicheren Veranstaltungen wird künftig immer stärker im Vordergrund stehen, unabhängig von der Größe oder dem Ort einer Veranstaltung.
Die DPVT und die igvw informieren und laden zur Diskussion ein. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.
Anmeldungen und weitere Informationen:
www.forum-veranstaltungswirtschaft.de
Weitere Informationen zum Programm folgen dort in Kürze. Teilnahmegebühr 96,- EUR.
Inhaltliche Rückfragen:
DPVT Deutsche Prüfstelle für Veranstaltungstechnik GmbH
T +49(0)4121-261 34 25
F +49(0)4121-29 16 01
kongress@dpvt.de
www.dpvt.de
Save the Date – igvw-Kongress am 2.11.2011 zur Veranstaltungssicherheit
Die sichere (Groß-) Veranstaltung
– wie geht das?
Der sichere Event
Im Gegensatz zu bisherigen ähnlich gelagerten Veranstaltungen sollen die Teilnehmer bei diesem Kongress konkrete Handlungsanweisungen erhalten, wie sie auf dem Weg zum sicheren Event professionell und rechtssicher vorgehen. Dazu Joachim König, Präsident des EVVC: „Wir wollen nicht nur Anekdoten und Binsenweisheiten zum Besten geben, sondern alle an einer Veranstaltung Beteiligten zusammen bringen, um ihnen ihre Position zu verdeutlichen und die Kommunikation zwischen den verschiedenen Parteien zu befördern.“
Zielgruppe sind daher nicht nur Vertreter der Gefahrenabwehr, von Genehmigungsbehörden und Kommunalverwaltungen, sondern ebenso die Seite der Agenturen, Veranstalter, Betreiber und Durchführenden. „Nur beide Seiten gemeinsam können unterm Strich eine Veranstaltung sicher machen“, so Florian von Hofen für den VPLT. „Dabei ist die Größe einer Veranstaltung oder eines Events für den Gefährdungsgrad gar nicht so maßgeblich. Viele andere Faktoren können eine große Bedeutung haben: Alter der Zielgruppe , Auswahl der Location, Zeitpunkt, Wetter und so weiter.“
Mit der Organisation und Durchführung des Kongresses wurde die DPVT (Deutsche Prüfstelle für Veranstaltungstechnik) beauftragt. DPVT-Geschäftsführer Sven Kubin: „Wir werden zum einen auf bekannte Dozenten aus unserem eigenen Umfeld zurückgreifen, zum anderen aber auch auf externen anerkannten Sachverstand. Schließlich soll unser Kongress ein „get together“ der gesamten Veranstaltungswirtschaft sein, von der Stadtverwaltung bis zur Feuerwehr, von der Event-Agentur bis zum Meister für Veranstaltungstechnik, vom Theater bis zum Congress-Centrum und von der Konzertagentur bis zur Rundfunkanstalt.“
Arved Hammerstädt, Vorstandsmitglied DTHG: „Auch für die DTHG-Mitglieder ist jetzt, mit dem gebotenen Abstand, die richtige Zeit gekommen, sich der Thematik sachlich zu nähern. Fast alle festen Häuser bespielen gelegentlich auch kommunale Flächen bzw, den öffentlichen Raum, zum Beispiel bei Theaterfesten. Auch für die Rundfunkanstalten ist das
ein Thema. Wir werden deshalb den Kongress aktiv mitgestalten und unsere Mitglieder zur Teilnahme auffordern.“
www.dpvt.de